Ich bin zurück aus dem Urlaub. Und ich kann euch gar nicht sagen, wie erholt ich bin. Ganz ehrlich? Es war tatsächlich seit Langem der beste Urlaub, den wir hatten. Die perfekte Mischung aus Familienzeit, Paarzeit und diesen seltenen Momenten, in denen man einfach mal ganz allein sein kann, ohne dass jemand etwas von einem möchte.
Genau diese Balance hat den Unterschied gemacht. Während andere vielleicht Sehenswürdigkeiten abgehakt oder den nächsten Ausflug geplant haben, habe ich etwas getan, das im Alltag oft zu kurz kommt: gelesen. Viel gelesen. In nur neun Tagen habe ich fast drei Bücher verschlungen. Wenn ich einmal Zeit und Ruhe habe, lese ich nämlich unglaublich schnell.
Mitten auf dem Meer zu sein, hat etwas ganz Besonderes. Man wacht auf, blickt aufs Wasser und lässt den Tag einfach auf sich zukommen. Ich glaube, erst dort habe ich wirklich gemerkt, wie sehr ich die letzten Monate durchgetaktet war.
Ein Cocktail in der Hand, die Sonne im Gesicht und nichts als Wasser um einen herum. Verrückt eigentlich, wenn man darüber nachdenkt. Aber genau diese Momente machen einen Urlaub unvergesslich. Ja, es war definitiv kein günstiges Vergnügen. Aber manchmal gibt es Erlebnisse, die jeden einzelnen Cent wert sind. Und dieser Urlaub gehört für mich absolut dazu.
Übrigens versuche ich noch, einen ausführlichen Beitrag über die Reise zu schreiben. Aber steinigt mich bitte nicht, wenn es am Ende doch keiner wird. Ihr kennt das ja: Zurück im Alltag sind die guten Vorsätze manchmal schneller verschwunden als die Urlaubsbräune.
Heute habe ich noch frei. Zumindest offiziell. Ein paar E-Mails habe ich bereits durchgesehen. Und was soll ich sagen? Es sind viele. Sehr viele.
Vermutlich kennt jeder dieses Gefühl, wenn man nach einem richtig schönen Urlaub den Rechner startet und das Postfach einen freundlich daran erinnert, dass die Welt sich in der Zwischenzeit leider weitergedreht hat. Aber nach so einer erholsamen Auszeit sehe ich das erstaunlich gelassen.
Natürlich habe ich mich auch direkt wieder ein wenig im Haushalt und im Garten ausgetobt. Das Unkraut scheint während unserer Abwesenheit beschlossen zu haben, eine kleine Party zu veranstalten. Es sprießt wirklich überall. Egal wie viel man entfernt, irgendwo wartet schon die nächste Ecke.
Aktuell habe ich das Gefühl, dass wir nur sehr langsam vorankommen. Aber irgendwann wird alles so aussehen, wie wir es uns vorstellen. Davon bin ich fest überzeugt. Die Vision ist jedenfalls da. Und manchmal ist das ja schon die halbe Miete.
Langweilig wird es jedenfalls nicht.- Diese Woche stehen einige Einschulungen an. Zwar nicht bei uns direkt, aber ich bin grundsätzlich für alle Familienmitglieder gleichermaßen nervös. Ich freue mich mit, fiebere mit und hoffe, dass alles gut läuft.
Außerdem ist das kommende Wochenende bereits komplett verplant. Und als wäre das nicht genug, habe ich mich dummerweise auch noch für den nächsten 6-Kilometer-Lauf angemeldet.
Nach neun Tagen mit gutem Essen, Cocktails und sehr viel Entspannung fühlt sich diese Entscheidung aktuell eher mutig als vernünftig an. Aber gut, irgendjemand muss ja schließlich die zusätzlichen Urlaubskilos wieder loswerden. So schön Urlaub auch ist, irgendwann freut man sich tatsächlich wieder auf das eigene Zuhause, die gewohnten Abläufe und sogar ein kleines bisschen auf den Alltag.
Jetzt heißt es also: Mails abarbeiten, Garten retten, Einschulungen begleiten und die Laufschuhe wieder entstauben. Und bevor die Woche endgültig losgeht, gibt es hier natürlich wie immer erst einmal den Essensplan. Denn manche Traditionen müssen einfach sein.
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Kuss auf die Nuss, deine
