Geburtsbericht der Füchsin – Teil 2

Die Nacht daheim, war wie erwartet, schlaflos. Ein seltsames Gefühl, wenn man weiß, dass man am nächsten Tag sein Kind im Arm haben könnte. Dass das nur Wunschdenken war, wusste ich in diesem Moment ja nicht.

Um 9 Uhr hatte ich meinen Einleitungstermin im Krankenhaus. Überpünktlich und mit gepackter Kliniktasche stande ich nun mit mulmigen Gefühl im Bauch vor dem Kreissaal.

Mein Superheld im Kreißsaal

Mein Freund war natürlich mit dabei. Ohne ihn, hätte ich das ganze auch nicht durchgestanden.

Wir wurden von einer sehr netten Hebamme begrüßt und in einen Kreißsaal gebracht, dass ich hier einige Stunden, ja sogar Tage verbringen werde, war mir nicht bewusst. Nach einer weiteren Untersuchung, ob es mir und dem Bauchzwerg gut geht, wurde das weitere Vorgehen besprochen.

Es gibt unzählige Möglichkeiten die Geburt einzuleiten, das war mir bis dato noch gar nicht bewusst. Die Varianten hatte ich zum Schluss aber alle am eigenen Leib erlebt.

Wir haben uns mit der Hebamme und der Ärztin auf eine Tablette geeinigt, mit einer leichten Dosis. Da ich über Termin war, aber noch keine Anzeichen für eine Wehe bevor stand, wollte man langsam starten. Klingt logisch.

CTG Nummer 428 – zumindest lachen konnte ich noch

Es hat sich aber nichts getan. NICHTS! Die Dosis wurde erhöht, mehrere Tage lang. Ich glaube es waren zweit Tage, in der auf dem CTG immer wieder leichte Wehen zu sehen waren. Ein Witz sag ich euch. Zwei Tage, in denen ich im Kreißsaal geschlafen habe. Weit weg von meinem Freund und meinem bequemen Bett.

Da ich, wie vorhin schon erwähnt, alle Möglichkeiten einer Geburtseinleitung ausprobiert hatte, wurde mir auch die Ehre zu teil, einen Einlauf über mich ergehen zu lassen. Das Wunder einer Geburt… Im Nachhinein völlig sinnlos! Die Füchsin wollte partout nicht raus.

Die Hebammen waren super nett. Sie haben sich wundervoll um mich gekümmert. Das brachte die Füchsin leider auch nicht schneller auf den Weg…

Beschäftigungs-therapie

Zwei Tage und zwei Nächte sind vergangen. Das weitere Vorgehen wurde besprochen. Wir mussten eine Pause einlegen, für mich und für meinen Körper. Denn auch wenn sich nicht viel getan hat, war es trotzdem eine kleine Tortur.

Auf Rückfrage, ob ich wenigstens eine Nacht zu Hause verbringen konnte, wurde verneint. Oh man, das ist doch Mist.

Ich bin meinem Freund so unendlich Dankbar, denn er kam früh morgens ins Krankenhaus und ging erst spät Abends nach Haus.

Außer auf dem harten Stuhl zu sitzen und Däumchen zu drehen, während das 20ste CTG geschrieben wurde, konnte er in der Zeit auch nicht machen.

Zumindest die Aussicht war gut

Um mal ein bisschen Pause zu haben und auch die Zeit für sich allein zu genießen, wurde er von meiner Mama abgelöst. Sie hat mir ebenfalls die Zeit versüßt und wir sind Kilometer weit gelaufen. Angeblich soll das ja Wehen fördern. Jetzt kann ich darüber lachen, aber die 10 Stockwerke im Krankenhaus gefühlte 50mal am Tag hoch und runter zu gehen ist mit dicker Murmel kein Spaß.

An diesem Tag haben wir ein anderes Paar getroffen, die mit gepackter Tasche vor dem Kreißsaal standen. Leider konnten wir Ihnen wenig Mut machen, das dies schnelle Fortschritte bringt.

Das Paar haben wir noch öfter gesehen und verstanden uns super. Am Ende hatten wir Mamis mit den kleinen Füchsen ein Doppelzimmer. Sehr angenehm wenn man sich schon vorher kannte und sympathisch fand.

Ein Gedanke zu „Geburtsbericht der Füchsin – Teil 2

  1. Pingback:Geburtsbericht der Füchsin – Teil 3

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.