*unbezahlte Werbung – enthält meine eigene Meinung und Erfahrungen
Mir ging sowas von die Düse. Darf man das so schreiben? Egal, ich mache es trotzdem.
Unsere Reise mit der Mein Schiff Flow hatten wir bereits ein Jahr im Voraus gebucht. Die Werbung von TUI Cruises kann manchmal ganz schön penetrant sein, aber offensichtlich funktioniert sie. Dank einer frühen Buchung konnten wir ordentlich sparen und haben daher zugeschlagen.
Im Jahr zuvor waren wir mit Freunden auf Menorca unterwegs. Den Erfahrungsbericht dazu findest du ebenfalls hier auf dem Blog. Interessanterweise war der Unterschied zwischen unseren Ausgaben auf der Insel und den Gesamtkosten für die Kreuzfahrt mit der Mein Schiff gar nicht so groß. Aber dazu später mehr.
Unsere Kreuzfahrt durch das Mittelmeer startete in Palma de Mallorca. Zunächst hatten wir überlegt, bereits einen Tag früher anzureisen, um die Stadt noch etwas zu erkunden. Aufgrund der zusätzlichen Kosten haben wir uns jedoch dagegen entschieden.
In den nächsten elf Tagen sind wir durch das Mittelmeer geschippert und haben dabei gleich drei Länder bereist. Wo hat man sonst die Möglichkeit, in so kurzer Zeit so viele verschiedene Orte zu sehen und neue Eindrücke zu sammeln? Neben Spanien standen auch Frankreich und Italien auf unserem Reiseplan.
Für uns war es die erste Kreuzfahrt überhaupt und gleichzeitig das erste Mal auf dem offenen Meer. Entsprechend groß war die Vorfreude, aber auch ein wenig die Nervosität. Rückblickend können wir sagen: Die Sorge war völlig unbegründet. Stattdessen erwarteten uns abwechslungsreiche Ziele, viele neue Erlebnisse und jede Menge Zeit zum Entspannen.
Kosten der Mein Schiff
Einer der größten Pluspunkte vorweg: Es gibt keine versteckten Kosten. Alles, was zusätzlich gebucht werden kann und extra kostet, wird transparent ausgewiesen. Dabei möchte ich erwähnen, dass es überhaupt nicht notwendig ist, ständig Geld auszugeben. Es gibt unzählige Aktivitäten und Angebote an Bord, die bereits inklusive sind und nichts extra kosten.
Der Herr des Hauses hat sich eine Fleischverkostung gegönnt, während die Mädels an Bastelaktivitäten teilgenommen haben. Die Preise für die Kinderangebote lagen zwischen 10 und 40 Euro. Letztendlich haben wir jeweils nur eine kostenpflichtige Aktivität gebucht. Das hat völlig gereicht, weil auch sonst jede Menge Unterhaltung geboten wurde.
Kommen wir zum eigentlichen Reisepreis. Wir haben uns bewusst für eine Innenkabine entschieden, weil diese deutlich günstiger war. Für eine Außenkabine oder Balkonkabine hätten wir pro Person etwa 500 Euro mehr zahlen müssen.
Für zwei Erwachsene und zwei Kinder haben wir rund 3.000 Euro für neun Tage gezahlt. Das ist ohne Frage viel Geld. Das möchte ich gar nicht schönreden. Trotzdem war die Reise für uns jeden Cent wert.
Den Flug haben wir separat gebucht. Inklusive Gepäck haben wir dafür rund 1.200 Euro bezahlt.
Der erste Eindruck vom Kreuzfahrtschiff
Überwältigend. Verrückt. Anders kann ich es nicht beschreiben. Wie kann so ein Koloss einfach auf dem Meer schwimmen? Das ist wirklich faszinierend.
Der Hafenbereich auf Mallorca, an dem wir eingecheckt haben, war ehrlich gesagt nicht besonders schön. Da wir das Schiff erst ab 15 Uhr betreten durften, mussten wir zunächst in einer großen Halle warten.
Vor dem Boarding wurden mehrfach die Reisepässe kontrolliert und das Handgepäck durchleuchtet. Erst danach stand man plötzlich vor diesem riesigen Schiff.
Es ist schwer in Worte zu fassen. Aber es ist ein unglaubliches Gefühl, zu wissen, dass dieses schwimmende Zuhause fast so hoch wie ein Hochhaus ist und man dort mitten auf dem Meer seinen Urlaub verbringen wird.
Die Innenkabine auf der Mein Schiff Flow
Direkt vor unserer Kabine standen bereits die Koffer.
Die Kabine selbst ist nicht riesig, aber extrem sauber. Das Badezimmer ebenfalls. Ehrlich gesagt hatten wir mehr Stauraum als in manchem Hotelzimmer.
Wir hatten ein Doppelbett und ein Schlafsofa, das die Kinder sofort in Beschlag genommen haben. Das Schlafsofa war allerdings und der Herr des Hauses hat es getestet, deutlich härter als das gemütliche Bett.


Das Zimmer wurde zweimal am Tag gereinigt. Ich sag dir, so sauber ist es bei mir zu Hause nicht! Die Kinder haben die Figuren aus Handtüchern und Bettdecken geliebt. Die Mitarbeiter waren immer freundlich, hilfsbereit und unglaublich schnell. Meiner Meinung nach darf das Trinkgeld hier ruhig etwas lockerer sitzen. Damit kann man die Arbeit der Crew wertschätzen, die jeden Tag einen großartigen Job macht.
Nachdem die Koffer unter dem Bett verstaut und die Sachen eingeräumt waren, konnten wir auf dem Fernseher direkt das Tagesprogramm anschauen. Besonders praktisch fanden wir die Live-Kameras des Schiffs. Damit bekommt man sofort einen Überblick über die verschiedenen Bereiche an Bord.
Die Kinder waren komplett begeistert. Und wir Erwachsenen waren ehrlich gesagt immer noch etwas erschlagen von den Dimensionen dieses Schiffes.
Pool und Liegebereich auf der Mein Schiff Flow
Bei den Pools gibt es eine Regel, die man kennen sollte: Kinder, die noch Windeln tragen, dürfen nicht in die normalen Pools.
Auf der Mein Schiff Flow gibt es dafür einen kleinen Wasserspielbereich für Kleinkinder. Für Familien mit ganz kleinen Kindern könnte das allerdings ein Nachteil sein und wäre für mich persönlich ein wichtiger Punkt bei der Reiseplanung.
Der Hauptpool auf der Mein Schiff Flow ist verhältnismäßig klein. Es gibt eine Badeaufsicht, die sehr genau darauf achtet, dass niemand vom Beckenrand springt und sich alle Gäste vor dem Baden abduschen.
In den ersten Tagen wurde das Wasser im Pool zusätzlich mit Chlor behandelt. Mit der Zeit wurde das Wasser allerdings etwas trüber und das Schwimmen war nicht mehr ganz so angenehm.
Ungefähr am dritten Tag wurde der Pool vollständig gereinigt. Diese Arbeiten fanden nachts statt, sodass die Gäste davon kaum etwas mitbekamen. Anschließend wurde das Becken mit frischem Meerwasser gefüllt. Unsere Kinder waren zunächst nicht besonders begeistert von dem salzigen Wasser, haben sich aber erstaunlich schnell daran gewöhnt.
Freie Liegen gab es übrigens immer wieder. Außerdem wurde, wie in vielen großen Hotels, darauf geachtet, dass reservierte Liegen nach einer gewissen Zeit wieder freigegeben wurden. Handtücher, die stundenlang unbeaufsichtigt lagen, wurden eingesammelt.
Handtücher konnte man jederzeit frisch holen, austauschen oder ausleihen. Dafür fielen keine zusätzlichen Kosten an. Ein Detail, das man vor der Reise vielleicht gar nicht auf dem Schirm hat, das aber vor Ort wirklich praktisch ist.
Restaurants und Essen auf der Mein Schiff Flow
Man muss sich einmal vorstellen, dass man locker drei Tage braucht, um alle Bereiche, Restaurants und Ecken des Schiffes zu entdecken. Die Mein Schiff Flow ist einfach riesig.
Noch bevor wir überhaupt alles gesehen hatten, hatten die Kinder bereits ihr Lieblingsrestaurant gefunden: das Buffet-Restaurant. Es ist das größte Restaurant an Bord und bietet wirklich alles, was das Herz begehrt. Von einer Wok-Station zum Selbstgestalten über ein Kinderbuffet, Pasta-Stationen, frisches Brot und eine große Salatauswahl bis hin zu wechselnden internationalen Gerichten. Ehrlich gesagt: Es gibt fast nichts, was es dort nicht gibt. Hier wird wirklich jeder fündig.
Natürlich wollten wir auch einige der À-la-carte-Restaurants ausprobieren. Das griechische Restaurant war völlig in Ordnung, hat uns aber nicht so begeistert, dass wir ein zweites Mal hingegangen wären.
Ein echtes Highlight war dagegen das Atlantik Restaurant. Das elegante Ambiente und die Menüs mit fünf bis sieben Gängen machen das Restaurant zu etwas Besonderem. Zugegeben, ich musste die Familie erst davon überzeugen. Aber nachdem wir dort gegessen hatten, waren alle begeistert. Fantastisch, sag ich dir.
Auch beim Frühstück hat man auf der Mein Schiff Flow jede Menge Auswahl. Die Kinder bevorzugten meistens das Buffet, weil sie dort sofort finden konnten, worauf sie Lust hatten. Ein À-la-carte-Frühstück haben wir ebenfalls ausprobiert. Das Essen war sehr gut, allerdings hat es uns mit Kindern etwas zu lange gedauert.
Besonders gefallen hat uns das Finni-Familienfrühstück. Es war eine gelungene Mischung aus Buffet und Bedienrestaurant und sorgte für eine entspannte Atmosphäre. Für Familien mit Kindern ist das meiner Meinung nach eine richtig gute Option.
Es gibt übrigens noch weitere Restaurants auf dem Schiff, die wir gar nicht geschafft haben auszuprobieren. Entweder waren sie zu unseren bevorzugten Essenszeiten sehr voll oder ein Familienmitglied hatte schlichtweg keine Lust auf etwas Neues.
Bei den Getränken gilt nahezu dasselbe wie beim Essen: Es gibt fast nichts, was es nicht gibt. Markengetränke, Softdrinks, Bier, Wein, Cocktails, Longdrinks, Kaffeespezialitäten und vieles mehr sind bereits im Reisepreis enthalten.
Und ich sage es ganz ehrlich: Wir haben das All-inclusive-Angebot durchaus genutzt. Die Waage nach der Reise war davon allerdings nicht ganz so begeistert. Drei Kilo mehr hatten sich nach neun Tagen Kreuzfahrt heimlich eingeschlichen. Aber Urlaub ist schließlich nicht zum Kalorienzählen da.
Aktivitäten an Bord
Wo soll ich da anfangen? Den Pool habe ich bereits erwähnt, außerdem gibt es mehrere Whirlpools, die zum Entspannen einladen.
Wer sich sportlich betätigen möchte, kann die Laufstrecke nutzen, die sich morgens oder abends für eine Runde anbietet. Das Fitnessstudio ist ebenfalls gut ausgestattet und bietet täglich wechselnde Kurse an.
In der Turnhalle können sich Groß und Klein austoben. Diese wird auch vom angrenzenden Kinderclub genutzt. Der Kinderclub ist wirklich schön gestaltet, sehr sauber und mit vielen Spielmöglichkeiten ausgestattet. Zusätzlich gibt es einen separaten Babyspielraum. Auch für Teenager werden verschiedene Freizeitaktivitäten angeboten. Alle Aktivitäten können bequem über die Mein-Schiff-App eingesehen und gebucht werden.
Der Kinderclub ist in drei Altersgruppen unterteilt: 3 bis 5 Jahre, 6 bis 8 Jahre sowie 9 bis 11 Jahre. Je nach Nachfrage können die Kinder aber auch gemeinsam spielen. Ich hatte den Eindruck, dass die Crew stets bemüht ist und sich viele schöne Aktivitäten für die Kinder einfallen lässt. Auf Wunsch können die Kinder sogar gemeinsam zu Mittag- und Abendessen. Für uns Eltern war es dadurch auch einmal möglich, entspannt alleine essen zu gehen.
Diese Zeit habe ich gerne genutzt, um den Saunabereich zu besuchen. Der Wellnessbereich ist überraschend groß und natürlich deutlich ruhiger, wenn die Kinder im Kinderclub beschäftigt sind.
Darüber hinaus gibt es ein Theater, ein Casino, verschiedene Bars, einen Friseur sowie einen Shoppingbereich. Langweilig wird es an Bord definitiv nicht, denn man findet jederzeit etwas, womit man sich beschäftigen kann.
Mein Fazit zur Mein Schiff Flow
Ich habe bestimmt etwas vergessen. Das Schiff ist einfach so groß und es gibt so viel zu erleben, dass man unmöglich alles in einen Beitrag packen kann.
Was ich aber mit Sicherheit sagen kann: Es war einer der schönsten Urlaube, die wir als Familie bisher hatten. Die Mischung aus Entspannung, gutem Essen, tollen Ausflügen und den vielen Möglichkeiten für die Kinder hat für uns einfach perfekt gepasst.
Würden wir noch einmal eine Kreuzfahrt machen? Definitiv. Und würden wir die Mein Schiff Flow weiterempfehlen? Absolut.
Wir haben in kurzer Zeit unglaublich viel gesehen, mussten nur einmal den Koffer auspacken und konnten trotzdem jeden Tag etwas Neues erleben. Für uns war es eine rundum gelungene Reise, an die wir uns noch lange erinnern werden.
Von uns gibt es daher eine ganz klare Empfehlung. ❤️
Und jetzt interessiert mich eure Meinung: Wart ihr schon einmal auf einer Kreuzfahrt? Wenn ja, mit welchem Schiff und würdet ihr es weiterempfehlen?
Bin ich die Einzige, die vor der ersten Kreuzfahrt ein bisschen Panik vor dem offenen Meer hatte? 😅 Erzählt mal von euren Erfahrungen in den Kommentaren!
Kuss auf die Nuss, deine
