Urlaub mit Kleinkind – Holland

Artikel enthält Werbung – diese entstand in keiner Kooperation oder bezahlter Zusammenarbeit und ist freiwillig von mir eingefügt! Der Artikel enthält meine persönliche Meinung und Erfahrung.

Wir haben es, nach langem hin und her getan: einen Urlaub in Holland gebucht. Das bedeutet, Stress ohne Ende, denn wir fahren mit dem Auto. 450 km.

In meinem Beitrag „11 Dinge, die man bei einer langen Autofahrt mit Kleinkind dabei haben sollte“ habe ich euch schon einige Tipps versucht mitzugeben. Habe ich diese auch beherzigt, natürlich. Hat es etwas gebracht? Teilweise 😉 Aber dazu später…

Wir haben und getraut, mit gemeinsamen Freunden in einem Ferienpark ein Häuschen zu mieten. Na gut, besser gesagt: unsere Freunde haben sich getraut mit uns gemeinsam eine Woche Urlaub zu buchen. Die beiden haben nämlich keine Kinder. Ein wenig verrückt oder?

Für uns war die Häuser-Suche gar nicht so leicht. Es gibt unzählige Angebote, aber es musste für beide Parteien passen. Schwierig sage ich euch. Zwischendurch waren wir sogar soweit, dass wir den Urlaub canceln wollten.

Zum Glück haben wir den Bogen noch bekommen, denn es hat sich gelohnt.

Buchung

Die Entscheidung fiel auf einen EuroParc. Diese sind ähnlich wie die Center Parcs aufgebaut. Mehrere Wohneinheiten, Häuser, Bungalows und einige Attraktionen für die Kleinen. Das war uns besonders wichtig, dass wir nicht Kilometerweit fahren müssen, damit die Maus etwas spielen kann.

Wir haben uns für den EuroParc Resort de Rijp entschieden. Dieses liegt wirklich sehr günstig, um einige Ausflüge zu machen. Die Anlage und die Bewertungen waren ausschlaggebend um hier zu buchen. Der Preis, von knapp 700 Euro für 4 (& eine halbe) Personen und einer Woche Aufenthalt, war ebenso unschlagbar. In der Nebensaison (wir sind über Ostern gefahren) sind die Preise natürlich anders.

Gebucht wurde das Haus „Pavilion 5“ , da hier 3 Schlafzimmer, laut Beschreibung, vorhanden sind. Wieso ich das so schreibe, erfahrt ihr später.

Jetzt habt ihr schon einiges zu unserem Häuschen erfahren, mehr folgt im Laufe des Textes. Jetzt geht es erst einmal los:

Die Autofahrt

Wir sind am Karfreitag gegen 11 Uhr los gefahren. Meine Vermutung, und stille Hoffnung, war, dass die meisten Urlauber schon längst unterwegs sind und auf den Autobahnen wenig los sein wird. HAHA! 
Die ersten Kilometer waren auch wirklich entspannt. Kurzes Päuschen um was zu essen & dann hat die Füchsin Mittagsschlaf gemacht. Soweit so gut. 
 
Dann fing der Stress an, von einem Stau in den anderen… wir haben Bücher gelesen, mit Handpuppen gespielt, gemalt (obwohl das so gut wie gar nicht geklappt hat), gesungen, gegessen… alles um die Zeit rum zu bekommen.
 
Irgendwann war meine Geduld und die der Füchsin zu Ende. Die Rettung: das Tablet. Von den S E C H S Stunden Autofahrt, durfte sie bestimmt 3 Stunden auf dem Tablet Serien schauen. Rabenmutter, ich weiß. Aber dadurch konnten wir nur so lange fahren. Anders wäre es die Hölle auf Erden geworden und wir hätten den Urlaub schon am Ersten Tag abgebrochen, da bin ich mir sicher.
 
Niemand hat gesagt, dass es einfach werden würde, mit einem Kleinkind 450 km zu fahren. Das ist mir auch klar, aber ein bisschen rumheulen darf ich auch 😉

Check-In

ENDLICH angekommen. Anders als im Internet unter einigen Bewertungen zu lesen, lief der Check-In reibungslos ab. Mit unserer Buchungsnummer, wurden uns der Schlüssel, eine Wegbeschreibung und der Parkplan überreicht. Schon die Einfahrt war ein Traum, alles sehr gepflegt und traumhaft schön angelegt.

Das Haus

Unser Häuschen, ja es war definitiv nur ein Häuschen, war jetzt nicht das Größte. Wir wollten sowieso nicht den ganzen Tag dort verbringen, also äußerlich total okay. Wir hatten einen Parkplatz direkt vor dem Haus, so dass das Ausladen kein Problem war. Der große Garten mit einem kleinen Steg machte das Gesamtbild erst rund.

Nach dem ersten Rundgang im Haus, der Schock. Es gab nur ein Doppelbett. Klingt für euch jetzt nicht so dramatisch, aber wie ihr euch erinnern könnt, waren wir vier Erwachsene. Aber nun zum Detail:

Ein offener und heller Wohn- & Essbereich, der im Nachhinein betrachtet, doch etwas klein war, hat zum Kochen und verweilen eingeladen. Die Küchenausstattung war einwandfrei, es gab alles zur Genüge. Sogar ein Geschirrspüler war vorhanden – ich hasse nämlich abwaschen! Aber wer mag das eigentlich…?!

Das Badezimmer bestand aus einer großen Dusche mit einem Waschbecken. Die Abstellfläche bzw. ein Regal hat definitiv gefehlt… Die separate Toilette, hat den Urlaub für uns auch angenehm gemacht. Alles war Tip Top sauber und in einem fabelhaften Zustand.

Kommen wir nun zum Problemkind des Urlaubs:

Der Zimmeraufteilung

oder besser gesagt, dem Betten-Desaster!

Es gab ein ausreichend großes Schlafzimmer mit einem Doppelbett. Nebenan war ein kleines Zimmer mit einem Einzelbett und einem Schrank, damit war das Zimmer auch gut ausgefüllt. Das dritte Schlafzimmer war allerdings nur mit einem Doppelstockbett ausgestattet. Könnt ihr euch das Drama schon denken?

Vier Erwachsene und nur ein großes Bett? No Go! Bei der Rezeption konnte, oder wollte?, man uns nicht helfen. Alles ausgebucht. Unsere Freunde waren sichtlich geschockt. Wie sollten die beiden in einem Doppelstockbett schlafen, eine ganze Woche. 

Die Notlösung war: das einzelne Bett in das Zimmer zu dem Doppelstockbett stellen und somit eine halbwegs passable Lösung zu haben. Das führte allerdings dazu, dass die Tür nicht mehr zuging. Ein Urlaubsbeginn wie er im Buche steht, oder? Die beiden konnten sich glücklicherweise die komplette Woche so arrangieren.

Für eine Familie mit drei Kindern wäre dieses Haus perfekt. Aber nicht für 4 Erwachsene mit einem Kleinkind. 

Falls ihr denkt, wir sind etwas bescheuert gewesen, bei der Buchung und hätten das überlesen: NEIN das stande nicht explizit in der Beschreibung. Sonst hätten wir sicherlich ein bisschen mehr Geld in die Hand genommen.

Das Resort

Ein kleines Kinderparadies haben die Holländer da erschaffen. Auf dem gesamten Gelände darf nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden, weshalb man größere Kinder gut und gerne allein auf Entdeckungstour hätte schicken können. 

Unsere Füchsin hat sich am meisten über die vielen Enten erfreut. Überall hat man es schnattern gehört. Aber auch ein kleiner Streichelzoo mit Ziegen und Rehen war vorhanden. Diese wurden jeden Tag freudig begrüßt. 

Denn direkt daneben war ein riesiger eingezäunter Spielplatz, mit Rutschen, Sand, Schaukeln.. eben allem was das Kinderherz begehrt. Das gigantische Hüpfkissen hat auch Mama und Papa Spaß gemacht 😀

Das klingt schon gut oder? Aber für Schlecht-Wetter-Tage ist auch ein bisschen was geboten. Das Schwimmbad mit Babybecken und Nichtschwimmer ist optimal für die Kids. Außerdem gibt es noch ein Indoorspielplatz. Dieses ist nicht sehr groß, aber mit 1-2 Kindern braucht man auch nicht mega viel Platz.

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Alles voll mit Sand

Wir hatten dieses Jahr Ostern richtiges Glück mit dem Wetter. 25 Grad und Sonnenschein. Damit auch hier keine Langeweile aufkommt, gibt es im Park einen kleinen Strand mit Teich, in dem geplantscht werden kann. Das Wasser war natürlich noch etwas zu kalt, aber unsere Füchsin ist da hart im Nehmen 😀 Außerdem muss sie jeden Blödsinn mitmachen, den die großen Kinder vormachen.

Ach, ich freue mich schon auf den Sommer…

Ein kleinen Kiosk, an dem alles vorhanden war was man eben schnell gebrauchen könnte (KAFFEE!!!) gab es ebenfalls. Natürlich sind die Preise hier etwas höher als Auswärts, aber noch im Rahmen.

Das Restaurant im Park, haben wir am ersten Abend getestet. Wir hatten nach dem Haus-Drama einfach keine Lust mehr zu kochen. Bei den Preisen sind wir allerdings umgefallen! Das Kindergerichte: Pommes mit Nuggets gab es für schlappe 12 Euro. WUCHER! Na gut, wir haben es mal mit gemacht und buchen es als schlechte Erfahrung ab. Versteht mich nicht falsch, das Essen war gut, aber die Preise haben alles Gute in den Schatten gestellt. Drei Essen für 61 Euro!

Ausflüge

Damit auch ja keine Langeweile auf kommt und wir die Gegend erkunden konnten ging es, meistens am Nachmittag, raus. Die Temperaturen haben es uns leicht gemacht und die Entscheidung abgenommen, wo wir unbedingt hin fahren wollten:

An den Strand!
Von unserem Resort aus, gab es einige potenzielle Strände, die wir hätten anfahren können. Die Fahrzeit betrug circa 20-30 Minuten. Absolut im Rahmen. Letztendlich haben wir uns für den Strand im kleinen Ort Wijk aan Zee entschieden. Wie auch 10 Millionen anderer Menschen 😀 Osterferien eben. Die Parkplatzsuche war gar nicht so leicht. Der Weg zum Strand führte über eine große Düne. 
Ankommen, durchatmen. Ich liebe den Geruch von Meerwasser. Die Füchsin war ebenfalls hin und weg. Endlich wurden die Sandsachen ausgepackt und der Strand um gebuddelt. 
Amsterdam

…durfte natürlich auch nicht fehlen. Nach etwa einer halben Stunde fahrt, erreichten wir einen Parkplatz. Von diesem aus konnte man kostenlos mit der Fähre nach Amsterdam fahren. Wirklich eine tolle Erfahrung. Unser persönlichen Guides, unser Freunde sind nämlich Amsterdam Profis 😉 , haben uns dann ein wenig durch die Stadt geführt. Vom Bahnhof aus, an dem man übrigens anlegt, gelangt man schnell an eine Einkaufsmeile. Man muss dazu sagen, dass ich mit der Füchsin nie shoppen gehe. Das ist mir zu anstrengend und ihr zu langweilig. Weshalb wir uns entschieden haben nur schnell etwas zu essen. Menschenmassen machen nämlich nicht so viel Spaß. Herr Fuchs und ich haben denn eine Heineken Tour gemacht während die Füchsin bespaßt wurde. Falls ihr mal in Amsterdam seid, macht das!

Poffertjes und Waffeln wurden noch verspeist und dann ging es auch schon wieder zurück. Hat auch gereicht. Amsterdam mit Kleinkind macht, finde ich, nur bedingt Spaß.

Tulpen

Die wundervollen Tulpen waren ebenfalls mein Highlight. An jeder Ecke gab es Sie. In allen Farben und Formen. Ganze Felder voll kann man bestaunen. Dafür müsst ihr nicht weit fahren, sondern nur ein bisschen spazieren gehen. Traumhaft.

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Schwimmbad

Da das Wetter gegen Ende unserer gebuchte Woche schlechter wurde, haben wir uns für ein Ausflug in ein nahe gelegenes Schwimmbad entschieden. In Alkmaar gibt es das Hallen- und Freibad Hoornse Vaart. Ein riesiges Gelände, welches Allerlei zu bieten hat. Die Fahrzeit betrug circa 15 Minuten.

Neben dem großen Kinderbecken, mit mehreren Rutschen und Spielmöglichkeiten gibt es auch ein Nichtschwimmerbecken mit Wellenbad. Ebenfalls ein Sportbecken für die Erwachsenen bzw. geübten Schwimmer ist vorhanden.

Der Außenbereich hat ebenfalls einen guten Eindruck gemacht. Mit mehreren Becken und einer Volleyball-Anlage kann man hier den kompletten Tag verbringen.

Falls ihr mal in Alkmaar seid, schaut doch vorbei. Es lohnt sich.

Fazit

War das ein schöner Urlaub. Den EuroParc kann ich euch definitiv empfehlen. Achtet bei der Buchung nur darauf, dass ihr ein Haus bekommt was auch wirklich euren Bedürfnissen entspricht. Ansonsten kann man einiges machen und viel Erleben.

Ich bin immer noch Hin und Weg von dem wundervollen Sandstrand. Man muss nicht weit weg fliegen um das Urlaubsfeeling zu bekommen.

 

Holland, wir kommen wieder!

Seid ihr auch auf den Geschmack gekommen? Dann berichtet mir doch, wie euer Holland-Urlaub war. Oder habt ihr vor, einen Trip zu diesem wundervolle Fleckchen Erden zu machen?

Kuss auf die Nuss, eure

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