Wochenbett

Artikel enthält Werbung – diese entstand in keiner Kooperation oder bezahlter Zusammenarbeit und ist freiwillig von mir eingefügt! Der Artikel enthält meine persönliche Meinung und Erfahrung.

Ich möchte euch in meinem Beitrag ein paar Tipps an Herz legen, die mir die Zeit nach der Geburt erleichtert haben.

STILLEN

Eines der am Meisten besprochenen Themen ist sicherlich das Stillen. 
Für mich stand von Anfang an fest, ich werde die Füchsin stillen. Schon im Krankenhaus dachte ich, oh Gott, das halte ich keine Woche aus.

Meine Brüste waren unglaublich riesig, von der einen auf die andere Minute voll mit Milch… Außerdem wollte die Füchsin, zumindest dachte ich das, ständig nuckeln. Da ich gelesen hatte, dass man den Kleinen keinen Schnuller geben soll, da diese dann die Brust verwehren würden, hatte ich auch keinen dabei. Oh Mann, habe ich mich danach gesehnt, eine Pause einlegen zu dürfen. Die Brustwarzen waren unglaublich wund, das kennt ja wohl jede Frau. Drei Tage hatte ich diese Schmerzen, aber das Kämpfen hatte sich, auch dank der Tipps und Tricks, gelohnt. Ich konnte von da an unbeschwert stillen.

Der wohl einfachste und effektivste Tipp ist es, sobald ihr in euren vier Wänden angekommen seid, alles frei zu machen. Lasst -Luft und Licht- an die wunden Stellen. Ist blöd gesagt, aber ich hatte anfangs nie etwas auf meinen Brüsten. Es tat einfach zu weh.. Natürlich habe ich mir etwas angezogen, als Besuch kam, aber ansonsten zog ich blank 😉

Neben diesem Trick, konnte ich die Zeit zwischen den Stillpausen auch immer fleißig nutzen, um die Brustwarzen einzuschmieren. Hierzu nahm ich die Salbe Lansinoh, diese erhaltet ihr auch in der Drogerie. Auch die Kompressen von Multi-MAM sind bei mir ein ständiger Begleiter gewesen. Angenehm kühlend!

Des Weiteren können die Stillhütchen wahre Wunder bewirken. Bei manchen Brustwarzenformen geht es gar nicht mehr ohne.

Für mich gab es in dieser Zeit nichts Bequemeres als Stilltops. Diese sehen nicht schön aus, sind aber praktisch. Solang sich die Milch noch nicht reguliert hat, braucht ihr keine Still-BHs kaufen, wer weiß ob sie in einer Woche noch passen?! Mit diesen Tops, könnt ihr daheim entspannt stillen.

NACHTS

Während des nächtlichen Stillens ist es immer wieder zu Problemen gekommen. Die Füchsin fand die Brust nicht mehr, also Licht an und rum wuseln, dass alles wieder funktioniert. Damit das etwas entspannter ist, habe ich mir bei IKEA für unsere Nachttischlampe eine dimmbare Glühbirne besorgt. Hier gibt es einige Ausführungen. Ich finde das Licht deutlich angenehmer, als die Standardbeleuchtung.

Besorgt euch also ein Nachtlicht oder irgendetwas, was den Raum nicht ganz so hell erleuchtet.

Des Weiteren werden die Nächte entspannter, wenn ihr die Füchse nicht unbedingt wickelt. Sollte die Windel noch Kapazität haben (das haben die meisten) und kein großes Geschäft verrichtet worden sein, wickelt NICHT oder nicht so oft. Das wechseln der Windeln weckt die Kleinen nur unnötig auf.

Zugegeben, zu Beginn werdet ihr öfter wechseln. Es gibt sowieso noch keinen Rhythmus, aber nach einigen Wochen solltet ihr den Tipp nach und nach beherzigen 🙂

Für Nachts gilt, desto weniger ihr macht, desto entspannter wird es.

FLÄSCHCHEN

Falls ihr nicht stillt und lieber die Flasche gebt, macht es euch nicht unnötig schwer. Bereitet die Flaschen schon vor. Das bedeutet, ihr macht schon die benötigte Menge an Pulver in die Flaschen und stellt diese auf euren Nachttisch. Noch eine Thermoskanne mit heißem Wasser & eine Flasche stilles Wasser dazu geholt und ihr müsst nicht mehr quer durch die Wohnung laufen. Für die ganz Faulen unter euch (mich eingeschlossen) gibt es Wasserkocher, die die Temperatur auf 40 Grad erwärmen. Falls euer Wasser gut genug ist oder ihr, wie Familie Fuchs, stilles Wasser kauf, könnt ihr dieses 40 Grad warme Wasser direkt in die Thermoskanne füllen. So spart ihr euch nachts noch einen weiteren Arbeitsschritt.

Es lebe die Faulheit 😉

Wochenfluss

So, liebe Mamis, jetzt komm ein nicht unwichtiges Thema: der Wochenfluss.

Es ist nichts angenehmes, aber da müssen wir durch. Kauft euch schon vor der Geburt große Binden oder Einlagen. Irgendetwas, was unglaublich saugfähig ist. Wenn ihr im Krankenhaus seid bekommt ihr alles von dort, auch die passenden Unterhosen. Netzunterhosen – wundervoll – nicht! Da ich diese aber weder schön, noch angenehm fand, habe ich mir Unterhosen gekauft. Einfach ein paar einfache Schlübbis, eine Nummer größer. Wie diese aussehen ist wirklich unwichtig. Nach eurem Wochenfluss braucht ihr diese nicht mehr und wollt sie auch nicht mehr anziehen 😉 😀

Toilette

Weiter geht es, mit den unschönen Themen.

Ich hatte einen Dammschnitt. Das Wunder der Geburt, sag ich nur… Jedenfalls ist mir der Toiletten-Gang sehr schwer gefallen. Im Krankenhaus bekommt ihr dafür ein Becher hingestellt. Einfach Wasser rein und während des Pipi machen drüber schütten. Diesen Becher habe ich mir auch zu Hause neben die Toilette gestellt. Ich glaube, es ist Vieles Kopfsache und es würde nicht wehtun, mir hat aber dieser Becher Wasser sehr weitergeholfen.

Klingt irgendwie komisch, aber wenn es soweit ist, versteht ihr mich.

Was mir bei meiner Geburtsverletzung ebenfalls gut getan hat, sind die Multi Gyn-Kompressen. Sehr angenehm und kühlend.

Besuch

Ein neuer Erdenbürger, alle wollen knuddeln kommen. Verständlich. Aber die Tage daheim sind jetzt sowieso aufregend, da braucht ihr nicht noch den Besuch bespaßen. Zum Glück waren unsere Freunde und Familie sehr verständnisvoll und haben uns erst einmal ankommen lassen. Falls ihr trotzdem Leute um euch herum haben wollt, sag ihnen Bescheid, dass sie Essen mitbringen sollen. Das ist kein Spaß. Ihr habt definitiv keine Lust nur wegen eurem Besuch einkaufen zu gehen und die Stunden vergehen im Flug, so dass dafür wenig Zeit bleibt.

Essen

Essen ist auch ein gutes Stichwort. Solange ihr im Krankenhaus seid, kein Thema. Zu Hause allerdings schon. Schickt euren Freund/Mann/Partner einkaufen oder kocht vor. Ich habe in der ersten Zeit schnell abgenommen (sieht man leider heute nicht mehr 😀 ) und wenig getrunken. Meine Hebamme war immer in Sorge und fragte, ob ich genug zu mir nahm . Also kauft vorher genug ein, gern auch Süßigkeiten. Ihr braucht Kohlenhydrate um das Stillen anzuregen (und euch wohl zu fühlen 😉 ). Auch das trinken wird gern vernachlässigt. Die ersten Tage keine gute Idee, das kann zu Verstopfungen führen und für den Milcheinschuss ist es auch nicht förderlich.

Auch nachts wird gestillt, deshalb legt euch kleine Snacks und Wasser zurecht. Niemand möchte aufstehen, nur weil man Hunger hat . HALLO, wir sind ja wohl alle Fauli’s 😉

Internet

BITTE NICHT.

Falls ihr besorgt seid, das mit euch oder euren Füchsen etwas nicht stimmt, bitte nicht das Internet befragen. Auch die Fachzeitschriften wälzen ist nicht sonderlich hilfreich. Verlasst euch doch bitte auf eure Hebamme oder den Kinderarzt. Sie ist vor Ort und kann in fast jeder Situation einschätzen was zu tun ist. Ihr seid jetzt Mamas, hört auch auf euren Instinkt. <3

Ruhe

Entspannt euch. Ihr braucht das.

Spazieren gehen könnt ihr auch in einer Woche noch. Zumal, man sich überschätzt. Wir sind am zweiten Tag spazieren gegangen, eine halbe Stunde. Es hat sich angefühlt wie ein Marathon. Würde ich beim nächsten Wochenbett definitiv anders machen. Netflix vertreibt euch schon die Zeit daheim, anstrengend wird es noch früh genug.

Genießt einfach die Zeit. Ihr seid jetzt eine Familie <3

Rückbildung

Eben meinte ich, ruht euch aus. & jetzt: Sport?! Ich meine damit nicht Sport im klassischen Sinn sondern eher die Muskulatur anregen. Ihr wollt ja nicht beim niesen einpinkeln oder? Ein paar leichte Übungen für den Anfang reichen vollkommen aus. Eure Hebamme wird euch da die Ein oder Andere Bewegung zeigen, die ihr super in euren Alltag einbauen könnt.

Außerdem hat sie mir immer wieder gesagt: steh über die Seite auf. Ich weiß nicht mehr wie oft ich das gehört hatte.. Jedenfalls trainiert ihr so die seitlichen Bauchmuskeln und belastet den Beckenboden nicht unnötig.

Für die Baby-Füchse lohnt sich jeder Aufwand.

Das waren die Tipps, die mir die erste Zeit zu Hause erleichtert haben. Fragt einfach nach, wenn euch etwas auf der Seele liegt. Dafür habt ihr eine Hebamme an eurer Seite. Auch die eigenen Mamas und Omas haben eventuell einen guten Tipp und eine helfende Hand für euch.

Ihr seid nicht allein! Ihr schafft das! Ihr habt eine Geburt hinter euch, dann wird der Rest ja wohl ein Kinderspiel 😉 🙂

Falls ihr noch den einen oder anderen Ratschlag habt, schreibt mir diesen doch in Kommentare.

Kuss auf die Nuss, eure

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